Contemporary Teens

Love Letters to the Dead // Ava Dellaira

Hinter mir liegt ein sehr leseintensiver Monat. Dummerweise hieß das auch, dass es im Blog etwas ruhiger wurde. Ich nehme mir zwar immer vor, sofort etwas über das Buch zu schreiben, das ich gerade gelesen habe. Aber wenn ich eine „Lesephase“ habe, ist dann der Griff zum nächsten Buch schneller passiert als das Schreiben eines Posts. Zuletzt habe ich „Love Letters to the Dead“ gelesen – ein Buch, das mir schon sehr häufig über den Weg gelaufen ist, zu dem ich mich dann doch lange nicht entschließen konnte, aber das ich mir dann im Dezember zum Geburtstag gegönnt habe.

Insgesamt habe ich auch recht lange daran gelesen. Ich war zwar ganz schnell in der Geschichte drin und wollte auch wissen, wie es weiter- und vor allem zu Ende geht. Aber dennoch ist es etwas langatmig, die Informationen, die die Geschichte der beiden Schwestern enthüllen, tröpfeln nur sehr sehr langsam durch die Briefe hindurch. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich insgesamt keine Briefeleserin bin, aber meines Erachtens nach hätte die Geschichte gerade durch die Wahl der Form ein paar mehr Möglichkeiten, könnte schneller nach vorne geschrieben sein.

Lange weicht die Hauptfigur, die, die die Briefe an berühmte Persönlichkeiten schreibt, der Realität aus. Man merkt es zu Beginn nicht so genau, weiß als Leserin oder Leser gar nicht, was eigentlich das Problem ist. Erst als die Hauptfigur einen Freund hat, der sie spiegelt und immer wieder sagt: „Du verschwindest, während du neben mir stehst, du ziehst dich an einen Ort zurück, von dem du nicht sprichst, den ich nicht verstehe und zu dem ich dir nicht folgen kann“, erst da beginnt man zu verstehen. Dann geht auch alles ganz schnell. Manchmal vielleicht ein bisschen zu schnell, die Informationen kann man dann nicht richtig verarbeiten. Aber auch hier ist es unter Umständen wieder genau so gewollt und so, wie es die Hauptfigur erlebt hat.

Alles in allem finde ich das Buch sehr lesenswert – gerade für Teens. Es ist ein ernstes Thema, dem sich die Autorin hier stellt, aber sie bereitet es gut auf.

Klappentext (Quelle: cbj Jugendbücher)

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Infos

Love Letters to the DeadAva Dellaira
Love Letters to the Dead
Aus dem Amerikanischen von Katarina Ganslandt 
Originaltitel: Love Letters To the Dead
Originalverlag: Farrar, Straus and Giroux, US
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16314-6
Verlag: cbj Jugendbücher
Empfohlen ab 14 Jahren

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