Das besondere Buch

Liebe und Sinnlichkeit von Tanizaki Jun’ichiro

Die Idee des Buches: Faszinierend, spannend, großartig.
Mit einer Kalligrafie – mehr davon.
Umsetzung: Zuerst muss man ganz klar sagen, dass hier ein Japaner geschrieben hat. Das prägt die Perspektive und unsere Möglichkeiten, wirklich Einblick zu erhalten und zu verstehen.
Wer ein sinnliches Buch erwartet, sollte mit seinen Erwartungen vorsichtig sein. Sicher ist in der hochwertigen Verarbeitung und Thematik eine gewisse Sinnlichkeit verborgen. Dennoch lese ich natürlich mit europäischem Sinnlichkeitsverständnis und das ist deutlich anders als das Japanische. Aber genau das macht ja auch den (intellektuellen) Reiz des Buches aus. Gerade auch als Geschenk und in Kombination mit zwei weiteren Büchern: „Lob des Schattens“ und „Lob der Meisterschaft“.

Klappentext (Quelle: Manesse)

Vom Reiz verhaltener Sinnlichkeit
Mann und Frau begegnen sich in der japanischen Gesellschaft traditionell mit großer Zurückhaltung und Höflichkeit. Wer den Reiz solch verhaltener Sinnlichkeit verstehen will, muss Tanizaki lesen.
Japanerinnen waren lange von einer Aura des Mysteriösen umgeben: blass wie der Mondschein, leise wie das Zirpen von Insekten und sanft wie die Tautropfen auf den Gräsern – so wurden sie in der Literatur ihres Landes idealisiert. Verhaltene, nur angedeutete Zärtlichkeit zeichnete ihr Verhältnis zu den Männern aus. Und doch vermochte genau diese Nuancierung des Erotischen, genannt «iroke», die Männer weit mehr zu bezaubern als allzu große Offenheit und Leidenschaftlichkeit. «Selbst eine noch so schöne Frau hat, wenn sie erst einmal völlig nackt dasteht, nichts mehr, was sie enthüllen könnte», schreibt Tanizaki Jun’ichiro.
Erfrischend unkonventionell bringt uns der Autor das japanische Verständnis von Sinnlichkeit nahe, die auffallende Zurückhaltung, die sich auch in der Architektur des Landes oder der Vorliebe für verschattete Räume spiegelt. Sein Essay aus den 1930er-Jahren, der mit diesem Band erstmals auf Deutsch vorliegt, liefert wie alle Aufsätze Tanizakis einen wertvollen Schlüssel zum Verständnis japanischer Sitten und Kultur.
• Deutsche Erstübersetzung
• In bibliophiler Ausstattung mit einem Schutzumschlag aus Naturpapier, gebunden in schwarzes, geprägtes Strukturpapier, mit einer Original-Kalligrafie
 

Infos

Tanizaki Jun’ichiro
Liebe und Sinnlichkeit 
Aus dem Japanischen von Eduard Klopfenstein 
Originaltitel: Renai oyobi shikijo
Verlag: Manesse
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 96 Seiten, 12,5 x 20,0 cm 
1 Original-Kalligrafie
ISBN: 978-3-7175-4080-9

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