Graphic Novel

Pinocchio: Die toonfish-Ausgabe

Dadurch, dass die Geschichte ursprünglich als Serie in einer Zeitung gedruckt wurde, gibt es mehrere Höhepunkte. Man merkt also deutlich, dass die Geschichte nicht für EIN Buch geschrieben wurde. Das macht es gegen das letzte Drittel des Buches etwas langatmig. Intuitiv wissen wir, eigentlich müsste es jetzt mal zu Ende sein. Und dann kommt wieder eine Episode. Und noch eine.

Mein Kind hat sich allerdings das Buch geschnappt und nicht mehr aus der Hand gelegt, bis er es durch hatte. Das spricht doch sehr dafür, zumal er eigentlich Geschichten wie diese aufgrund seines Alters nicht mehr mag und ich sehr gespannt war, ob er es überhaupt mit dem Buch „aushält“. Er hat sich das Buch dann übrigens auch noch weitere Male geschnappt, was nur bei wenigen Büchern vorkommt.

Die Coloration und auch der Zeichenstil ist total angenehm, ohne bieder oder zu weich, zu süß, zu sein. Das würde auch gar nicht zur Geschichte passen, die stellenweise schon recht hart ist, gerade wenn man an Kinder denkt, die es lesen. Besonders auf einer Seite, wo man Pinocchio am Baum aufgehängt sieht, ist das doch etwas, was ich immer sehr kritisch und nicht unbedingt familiengerecht finde. Übrigens sind auf der toonfish-Seite einige Bilder der Innenseiten des Buches zu sehen, wer also mehr sehen möchte, einfach da nachschauen.

Der Druck ist hochwertig, tolles, strapazierfähiges Papier und die Buchhülle ist mit ihren Druckveredelungen schon sehr schön. Also in zwei Fällen kann ich mir sehr gut vorstellen, dass der toonfish-Pinocchio ein ideales Buch ist: Als Sammler von Klassikern und schön umgesetzten Märchen und als besonderes Geschenk für ein schon etwas größeres Kind.

Klappentext (Quelle toonfish)

Der arme Gepetto beschließt, eine hölzerne Marionette zu schaffen, um seine alltäglichen Bedürfnisse zu erfüllen. Sein Freund und Kollege, Meister Antoine, beschafft ihm ein verzaubertes Stück Holz. Kaum ist er fertig, da beschließt Pinocchio, sich aus dem Staub zu machen, um am nächsten Tag nicht in die Schule gehen zu müssen. Als er wieder zu Hause ist, liest ihm die alte Grille des Hauses die Leviten und rät ihm, ein netter kleiner Junge zu sein. Ein Rat, der mit einem heftigen Schlag mit dem Holzhammer belohnt wird… Entschlossen, seinem alten Vater eine Freude zu machen, geht der kleine Holzjunge zur Schule. Auf dem Weg dorthin wird er magisch angezogen von einem Marionettentheater. Und so tauscht Pinocchio seine Schulfibel für den Zutritt zu diesem Ort ein, der ihn so sehr anzieht. Die Ankunft einer neuen Marionette bringt die laufende Vorstellung durcheinander. In der Hoffnung, so für Ruhe zu sorgen, beschließt der Hausherr, den Neuankömmling zu verspeisen. Trotz seiner Unverfrorenheit kann der kleine Junge Mitleid bei dem Herrn wecken, und dieser lässt ihn frei und gibt ihm sogar eine Handvoll Goldstücke. Auf dem Weg nach Hause begegnet Pinocchio im Wald zwei Reisenden, die ihm raten, die Goldstücke in der Erde im Land von Niguedouilles zu vergraben, um seinen Besitz zu verdoppeln. Und so folgt der freundliche, aber naive Junge seinen beiden neuen Freunden, um sein Glück zu finden und seinen Vater zu beglücken.

Fakten:

ISBN 978-3-95839-903-7
Band 1 von 1
Autor Tim McBurnie
Zeichner David Chauvel
80 Seiten
Hardcover
Erscheinungsdatum 01.05.2015
15,95 € (inkl. MwSt.)

https://www.toonfish-verlag.eu/pinocchio.html

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