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Kampf gegen das Vergessene: Aquila

Eine Studentin ist auf einem Auslandssemester und wacht auf, ohne dass sie sich an die vergangenen Tage erinnern kann. Wir waren mit ihr auf und spüren die geballte Verzweiflung und den Kampf um jeden einzelnen Gedankenfetzen, den Kampf um die Geschichte dessen, was passiert ist. Das ist hochgradig spannend und man ist sofort drin, folgt dem Pfad aus Bruchstücken, vagen Andeutungen und einem schlechten Gefühl. Aber manchmal wird das auch etwas langatmig, da könnte das Tempo anziehen, weil es eigentlich nicht so viel zu erzählen gibt. Und auch sprachlich langweilt es da ab und an – es ist solide geschrieben, gut, fast bodenständig, nichts Außergewöhnliches (sprachlich zumindest). Aber da fehlt dann doch der eigene Ton oder zumindest auch sprachlich eine gewisse – ja vielleicht sogar Leichtigkeit, Verspieltheit. Deshalb ist das Buch nicht der absolute Knaller und eines dieser Werke, die man zwar supergerne liest und an einem gewissen Punkt auch überall Zeit abknapst, um an das Ende der Geschichte vorzupreschen. Aber man lässt nicht alles stehen und liegen für Aquila. Übrigens war sehr spannend, dass man lange lange nicht weiß, in welchem Genre man sich bewegt, ob es eine Vampirgeschichte ist, ein Krimi oder irgendetwas anderes Phantastisches. Die Möglichkeit bestünde durchaus. Aber es ist am Ende dann doch ganz klar ein Genre, auch wenn das Ende selbst dann etwas wirr ist. Da wirkt es zeitweise so, als müssten noch alle Fragen aufgelöst und die letzten Fakten in die Runde geschmissen werden, die manchmal selbst auch etwas an den Haaren herbeigezogen wirken.

Hätte ich eine Skala zur Bewertung von Büchern, würde ich dem Buch eine 7 von 10 geben.  Übrigens gibt es auch eine Internetseite zum Buch:  www.aquila-buch.de.

Klappentext (Quelle: Loewe)

Aquila

+++ Der Spiegel Nr. 1 Bestseller +++

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn …

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?

Bestseller-Autorin Ursula Poznanski schickt ihre Heldin durch die engen Gassen und die unterirdischen Labyrinthe Sienas, die ebenso im Dunkel liegen wie Nikas Erinnerungen an die letzten zwei Tage. Ein unlösbar scheinendes Rätsel, ein monströser Verrat und die geheimnisvollen Symbole des mittelalterlichen Siena bilden das Gerüst dieses exzellenten Psychothrillers.

Infos

Ursula Poznanski
Aquila
ab 14 Jahren, Erstmals erschienen 2017, 2. Auflage 2017
432 Seiten, 13.5 x 21.0 cm
ISBN 978-3-7855-8613-6
Klappenbroschur mit ledergenarbter Oberfläche und Goldprägung


Beitragsbild:  Davide Cantelli
(Bild von Siena, wo das Buch spielt)

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