Fantasy Teens

Dornen und Rosen von Maas

Mit „Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas gibt es den ersten Teil eines fantastischen neuen Epos zu lesen, der von der ersten Zeile an packt. Wir landen mittendrin im Geschehen – wir sind auf der Jagd mit der Hauptfigur Feyre, die fast am Verhungern ist und wenn sie scheitert und ohne Beute nach Hause kommt, gleich ihre ganze Familie mit auf dem Gewissen hat: Gefühlte Ewigkeiten wartet sie auf Wild, dann steht ihr direkt etwas in Schusslinie und ein Wolf kommt ihr in die Quere. Klar, dass sie sich verteidigt, den Wolf erlegt. Klar, dass die Fae-Monster von der anderen Seite der Mauer nun das Recht haben, sie mit sich zu nehmen und den Rest ihres Lebens zu versklaven, zu malträtieren, zu quälen. Denn der Wolf war einer der Ihren. Und Feyre hat einen Vertrag gebrochen. Sie kann nichts dagegen tun und wird verschleppt, weg von ihrer Familie, die nun dennoch zum Sterben verurteilt ist, wo ihre Versorgerin in das Reich auf der anderen Seite der Mauer verschwindet.https://www.dtv.de/_cover_media/450b/9783423761635.jpg?20170112092327

Auf Seite 131 denke ich mal kurz: ‚Wann kommt eigentlich Seite 80, wo ich mich bei Büchern oft langweilige?‘ Aber da ist der Gedanke auch schon weg. Für das Buch stehle ich mir an allen Ecken und Enden Zeit, um weiterzulesen, möchte im Zug sitzen bleiben. Dann der Endspurt in diesem Pageturner. Noch einen Atemzug nehmen, eine kleine Pause einlegen, bevor ich das letzte Kapitel anfange. Bewusst lege ich das Buch kurz zur Seite. Denn eigentlich darf es noch nicht zu Ende sein. Ich will in dem Buch bleiben. Und trotzdem muss man einfach wissen, wie es ausgeht. Ein traurig-schöner, bitter-süßer Zwiespalt, wie ihn einem nur ganz besondere Bücher bescheren können, blitzt auf.

Muss man mehr zur Qualität des Geschriebenen und der Geschichte sagen? Vielleicht doch noch eins: Besonders erstaunlich sind die Facetten der Figuren. Das erinnert an ganz moderne Geschichten und Figuren, die in all ihren dunkelbunten Graufacetten beschrieben werden – wie Martins Weltberühmtheiten oder Howards Morpheus. Und während die Geschichte recht einfach erzählt ist, manchmal sogar ein wenig durchscheinend, schafft es dieser Facettenreichtum das Ganze interessant zu gestalten. In der Mischung mit der sehr lesbaren, bildreichen Sprache, bei der jeder Satz sitzt und kein Wort zu viel ist, entsteht daraus etwas, was durchaus ein Bestseller werden kann und Sehnsucht auf die beiden folgenden Teile weckt. Insgesamt hat mich das Buch keine Sekunde lang enttäuscht und die Hoffnung, dass es wie die vorangehende „Throne of Glass“-Serie überzeugt, wurde mehr als erfüllt.

„Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ erscheint noch diese Woche (voraussichtlich am 10. Februar) im dtv-Verlag. Herzlichen Dank, dass ich es vorab lesen durfte.

Klappentext (Quelle: dtv)

Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.

Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.

Autorin

Sarah J. Maas wuchs in Manhattan auf und lebt seit einiger Zeit mit Mann und Hund in Pennsylvania. Bereits mit dem ersten Entwurf zu ›Throne of Glass‹ sorgte sie für Furore: Mit 16 veröffentlichte sie ›Queen of Glass‹ (so der damalige Titel) auf einem Online-Forum für Autoren und initiierte damit eines der frühesten Online-Phänomene weltweit.

Info

Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
dtv Junior
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
Deutsche Erstausgabe
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-423-76163-5 (Hardcover, 480 Seiten)
ISBN 978-3-423-43128-6 (E-Book)
10. Februar 2017

 

Übrigens auch sehr schön: Das Cover der englischen Ausgabe.

http://sarahjmaas.com/wp-content/uploads/2014/03/77493_original.jpg

 

Credits Beitragsbild: Unsplash Joao Silas

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